Hildegard K.

Foto: Roland Radenz

Ein intelligentes Mädchen wird sich immer bemühen, weniger zu wissen, als der Mann, mit dem es sich gerade unterhält.“



An Hildegard Knef fasziniert mich, dass sie sich immer dann, wenn man meinte sie sei am Ende, quasi neu erfand. Zunächst als Schauspielerin, dann als Sängerin und später auch als Autorin.

 

Ich habe mich früh in ihre tiefe und rauchige Stimme verliebt, mit der sie ihren Liedern Nachdruck verliehen hat. Nicht umsonst nannte sie Ella Fitzgerald "the greatest singer in the world without a voice".

 

Lange Zeit war mir nicht bewusst, dass sie einen Teil ihrer Lieder selbst geschrieben hat. Manche gleichen dabei kleinen Milieustudien. Sie gehören für mich zu den ausdrucksstärksten Songs ihres Repertoires. Unvergleichlich für mich ihre Hommage an ihre Heimatstadt: "Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen" und  manchmal auch zum Ende eines meiner Programme: "Ich bin zu müde, um schlafen zu geh'n".